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Let's talk about: T-Shirts

Prächtige Stube

"Nix geat obfetzn", "lässig", oder "hardimitzn". Das sind nur einige Parolen die von den fetzigen T-Shirts aus der Meraner Prachtstube leuchten.

Foto
Zwei Minuten. So lange braucht Karin Zelger inzwischen um ein T-Shirt zu bedrucken und davon gibt es in ihrem Geschäft wahrlich viele. T-Shirts und Pullover so weit das Auge reicht. Und zwar in allen möglichen Farben und mit den verschiedensten Aufdrucken.
Beim Eintreten in die gute Stube möchte man sich gleich auf die gemütliche Ofenbank in der Mitte der Prachtstube setzen. Vor allem die Männer, die Shoppingbegleitung für ihre Frauen spielen müssen, würden diese laut Zelger nur zu gerne nutzen. Außerdem bietet der Ofen genügend Platz um die ganzen Leibchen zu präsentieren und ist zudem noch ein Hingucker. Welches Geschäft hat schließlich schon einen Stubenofen? Zelger, die Inhaberin des Geschäfts und Erfinderin der T-Shirts bedauert, dass der Ofen nur „gefaked“ ist. „Es wäre doch super, darauf sein Mittagsraschterle zu machen, oder?“, findet die junge Frau und schmunzelt.

Gepresste Shirts

Ganze 126 verschiedene Aufdrucke gibt es zurzeit in der Prachtstube zu bewundern. Sprüche wie I love my Landl oder Aupassn Birschl zieren die Stoffe ganz nach dem Motto schlicht ist langweilig.
Aber wie entsteht so ein flippiges Teil überhaupt? Heute fertigen Karin und ihre Mitarbeiterinnen die Grafiken am Computer an und schicken sie an eine deutsche Firma. Zurück kommen Bögen mit den Motiven in Siebdruckfarbe, über welche ein Transfer kommt. Den hinteren Teil bildet Textilkleber.
Klingt kompliziert, aber durch das Siebdruckverfahren ist es möglich schnell und einfach Motive auf die Shirts zu drucken. Zelger demonstriert wie es geht. Sie legt T-Shirt und den zurechtgeschnittenen Bogen in die Thermopresse. Bei 170 Grad wird beim Pressen erreicht, dass der Kleber schmilzt und die Farbe in die Stofffasern eindringt. „So hält es gut, obwohl mit der Zeit kleine Risse entstehen können“, so Zelger, die gerne neben der Presse ist, weil sie „so schön warm“ sei.
Der Rolls Royce unter den Druckverfahren, so erklärt Zelger, wäre das Flexdruckverfahren. Auch das nutzt man in der Prachtstube noch manchmal für einzelne Kundenaufträge. Dabei werden Folien verwendet, die nachher bombenfest auf dem Shirt kleben. Der Nachteil sei laut der Kennerin aber der große Zeitaufwand und dass man keine Farbverläufe verwirklichen könne. „Früher haben wir nur mit dieser Technik gearbeitet, das war sehr aufwändig und ein ewiges gefitzel“, lacht Zelger.

Jesses Maria

Die Ideen für die diversen Aufdrucke schießen ihr einfach so ein. Mit ihrer Schwester Danny und ihren Freundinnen ist sie oft und gerne auf Achse. Sie nimmt im Sommer jedes Festival mit und ist bekannt im ganzen Land. Das bringt ihr Vorteile bei den Ideen für neue Aufschriften, die meistens beim Ausgehen in Gesprächen entstehen oder als Tipps von Kunden.
„Man beginnt sogar schon in T-Shirts zu denken“, so Zelger, die stets überlegt, was man noch auf ein Shirt schreiben könnte. Mitarbeiterin Elisa, die Werbegrafikerin und seit kurzem mit an Bord ist, lässt sich auch schon mal den ein oder anderen lustigen Spruch einfallen. „Deswegen hoffe ich nicht, dass uns irgendwann die Ideen ausgehen“, scherzt die 29-Jährige (gefühlte 23 Jahre alt). Ihr Lieblingsshirt ist Jesses Maria, weil es schlicht ist und es ihr nach längerer Zeit immer noch gefällt. Von den anderen, so Zelger, sei sie schon ein wenig stuff, weill sie die Motive jeden Tag sieht.

Kreative Quereinsteigerin

Seit 9. April 2011 gibt es die Prachtstube. Mit dem Drucken angefangen hat Zelger schon vor über sechs Jahren. Unter dem Namen Snowflys wurden sie und ihre Schwester Danny bekannt mit den außergewöhnlichen T-Shirts. Eines der ersten war Kas, Speck, Kaminwurz...
Früher hat Karin in einer Druckerei gearbeitet. Eine Kundin wollte zwei T-Shirts für ein Geburtstagsgeschenk bedrucken lassen. Unter fünfzig Exemplaren druckten wir allerdings nicht. „So kam mir die Idee. Mit meiner Arbeitskollegin Babs habe ich das ganze Material vom Chef abgekauft“, erzählt Zelger. Und so hat die Erfolgsgeschichte ihren Lauf genommen. Sie machte seitdem viel für sich selbst, dann kamen Kollegen und deren Kollegen.
Heute lebt die quirlige Meranerin ihren absoluten Traumberuf, der auf die junge Frau wie auf den Leib geschneidert ist. Auf die Frage was sie gelernt hat, erwidert Zelger promt: „Nichts.“ Dabei lacht sie. Nach der Handelsoberschule, habe sie „Bürokramarbeitssachen“ gemacht. „Ich bin echt nur in diese Arbeit
hineingeschlittert“, sagt Zelger und man muss sagen Gott sei Dank. Wer kann sich die bunten, bedruckten Teile noch wegdenken?

von Petra S.


Vera V.
Vera V. | am 13.02.14 um 18:04
interessant...: )))
katharina p. | am 14.02.14 um 18:07
cooler Artikel
Nadia M.
Nadia M. | am 14.02.14 um 21:20
Volle super!! :-)

In diesem Talk

Mühlgraben 30, 39012 Meran
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