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Let's talk about: Essen in Südtirol

Man ist, was man isst

Knödel und Schlutzer meets Spaghetti und Pizza. Die kulinarische Ausgewogenheit Italiens trifft auf die urige Tiroler Küche. Ja, das ist Südtirol. Unsere Küche ist geprägt von Geschichte und Kultur, das Land gefüllt mit Sterne-Restaurants, typischen Gasthäusern, gemütlichen Stuben und nicht zu vergessen die vielen Törggelekeller. Die besten Gerichte des Alpenlandes aufzuzählen würde zu lange dauern, die Palette an Auswahl ist nämlich breitgefächert.

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Esskultur

Garnelen mit Currysauce, ein fettes Steak mit Kräuterbutter und Pont Neuf Kartoffeln, ein knackiger Salat, Schlutzer, Bauerngröstl oder die guten alten Knödel... Schon beim Lesen fängt der Magen an zu knurren und das Wasser läuft im Mund zusammen. Nicht nur Italienisch und Tirolerisch, sondern auch Chinesisch, Mexikanisch, Asiatisch, und nicht zu vergessen die vegetarische und vegane Küche. Alles gibt es hierzulande mittlerweile. Wofür man früher noch hinfliegen oder lange Autofahrten auf sich nehmen musste, findet man heute an fast jeder Ecke. Und was machen wir? Wissen es nicht zu schätzen.
Zum Frühstück gibt’s meist nur einen Kaffee zum Wachwerden, vormittags isst man schnell ein Brötchen, in der Mittagspause wenn man Zeit findet. Selbst am Abend muss es heutzutage schnell gehen. Fertiggerichte und Mikrowellenessen sind auf dem Vormarsch. Der Genuss bleibt auf der Strecke.
Esskultur umfasse laut der freien Enzyklopädie Wikipedia das gesamte kulturelle Umfeld der Ernährung des Menschen, also beispielsweise auch Dekoration und Tischsitten... Dann muss man sich die Frage stellen, was ist heutzutage schon Esskultur? Nicht nur unser Alltag ist schnelllebiger geworden, sondern auch das Essen. Kaum einer nimmt sich noch Zeit für's Essen. Schnell zwischendurch etwas um den Hunger zu stillen, das ist Esskultur heute. Zudem sollte es am besten auch noch billig sein – dann nimmt man (vielleicht auch unbewusst) sogar Massentierhaltungen und Pestizide in Kauf. Vergangen sind die Tage, an denen man mit Familie und Freunden gemütlich am Esstisch saß, der womöglich noch mit Blumen oder Kerzen dekoriert wurde und bei Erzählungen und geistreichen Gesprächen sein Essen genoss.

Gaumenfreuden

Vielerorts haben die großen Fast-Food-Ketten das Zepter der Macht ergriffen. Dem Genuss sei Dank, gibt es aber auch Gegenbewegungen, das sogenannte Slow Food – also langsames Essen. Es wurde 1986 von Carlo Petrini aus dem piemontesischen Bra gegründet und findet auch hier bei uns immer mehr Anklang. Jeder einzelne kann etwas zur Esskultur beitragen, also lasst uns etwas ändern. Dies ist ein Aufruf zu mehr Genuss! Nicht umsonst besagt ein Zitat des 1680 verstorbenen französischen Schriftstellers Francois Duc de La Rochefoucauld: "Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst."
Lasst uns Künstler werden. Treffen wir uns mit unseren besten Freunden beim Chinesen, ziehen wir "mit Liebe gemachte" Burger denen der Fastfood-Riesen vor. Laden wir die Kollegen zum Mittagessen im Nudel- und Steakrestaurant ein, essen wir Sonntags mit unseren Kameraden eine typisch italienische Steinofenpizza oder bekochen wir Freunde und Familie. Genießen wir das Essen bei jedem Bissen und werden wir uns wieder bewusst, welche Vielzahl von Geschmackserlebnissen es gibt. Lasst sie uns wieder einführen – die fast verlorene Esskultur.

Hungrig geworden? Hier geht es zu den Restaurants in Südtirol!

von Petra S.


Li p.
Li p. | am 24.02.14 um 19:29
der Artikel spricht mir aus der Seele. Immer hektischer wird das essen auch hierzulande nur mehr verschlungen.viele ärgern sich über zu hohe Preise bei der gehobenen Küche und wissen oft nicht mit welcher Leidenschaft die Gerichte zubereitet wurden und mit welchen Qualitätsprodukten... ich hoffe auf ein bisschen umdenken sodass man sich einfach wieder mehr Zeit nimmt um bewusst zu essen.
K G. | am 25.02.14 um 08:41
so ist es...
Nadia M.
Nadia M. | am 25.02.14 um 12:54
ja und wie!!
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